BWA lesen als Geschäftsführer: Welche vier Zahlen genügen?

Eine BWA hat dreißig Zeilen. Vier davon entscheiden, ob der Monat gut war. Welche das sind, wie Sie sie in zehn Minuten prüfen und wo die Auswertung Sie täuschen kann.

BWA lesen als Geschäftsführer: Welche vier Zahlen genügen?

Was eine BWA zeigt — und was nicht

Die Betriebswirtschaftliche Auswertung fasst die Buchhaltung eines Monats zusammen: Umsatz, Wareneinsatz, Kosten, vorläufiges Ergebnis. Sie entsteht aus den gebuchten Belegen und ist deshalb so gut wie die Buchhaltung dahinter. Fehlt ein Beleg, fehlt er auch hier.

Was die Standard-BWA nicht enthält: Abschreibungen auf Monatsbasis, Rückstellungen, Abgrenzungen für Versicherungen oder Jahresprämien. Ein Ergebnis, das im Dezember um 40.000 Euro einbricht, weil die Jahresrechnungen gebucht werden, war nicht plötzlich schlecht — es war das ganze Jahr zu optimistisch. Wir buchen deshalb monatliche Abgrenzungen, damit die Kurve stimmt.

Zahl eins: der Rohertrag

Umsatz minus Wareneinsatz beziehungsweise Fremdleistungen ergibt den Rohertrag — das, was Ihr Betrieb tatsächlich erwirtschaftet, bevor Personal und Fixkosten bezahlt werden. Rechenbeispiel Handwerksbetrieb: 1.200.000 Euro Umsatz, 480.000 Euro Material und Subunternehmer, Rohertrag 720.000 Euro, Rohertragsquote 60 Prozent.

Entscheidend ist nicht die absolute Zahl, sondern die Quote im Vergleich zu den Vormonaten. Sinkt sie von 60 auf 54 Prozent, sind entweder die Einkaufspreise gestiegen oder die Kalkulation stimmt nicht mehr. Beides sieht man an keiner anderen Stelle so früh.

Zahl zwei und drei: Personalquote und Betriebsergebnis

Personalkosten geteilt durch Rohertrag ergibt die Personalquote. Bei Dienstleistern liegt sie häufig zwischen 55 und 70 Prozent, im Handel niedriger. Steigt sie über mehrere Monate, obwohl der Umsatz stabil ist, arbeitet der Betrieb unproduktiver — oder es wurden Überstunden nachgezahlt, die man kennen sollte.

Das Betriebsergebnis ist Rohertrag minus alle betrieblichen Kosten. Es ist die Zahl, die die Bank liest und aus der die Steuervorauszahlungen abgeleitet werden. Wer sie monatlich kennt, wird von keinem Steuerbescheid überrascht.

Zahl vier: die Liquidität

Ergebnis und Kontostand sind zwei verschiedene Dinge. Ein profitabler Monat kann das Konto leeren, wenn Kunden spät zahlen oder eine Investition anstand. Wir ergänzen die BWA um eine Zeile für offene Forderungen und Verbindlichkeiten — dann sehen Sie, ob das Ergebnis schon auf dem Konto ist.

Zehn Minuten Lesezeit im Monat: Rohertragsquote, Personalquote, Betriebsergebnis, offene Posten. Wenn eine der vier Zahlen vom Plan abweicht, steht der Kommentar dazu bereits in der Auswertung, die Sie von uns erhalten.

Wie das in Ihrem Betrieb aussieht, klären wir am schnellsten im Erstgespräch. Erstgespräch vereinbaren.

Häufige Fragen

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Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie an oder schreiben Sie uns. Sie bekommen eine Antwort, keine Broschüre.

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Bei uns bis zum 15. des Folgemonats, sofern die Belege bis zum Monatsende eingereicht sind.

Im Abschluss kommen Abschreibungen, Rückstellungen, Bestandsveränderungen und Abgrenzungen hinzu. Je vollständiger die Buchhaltung unterjährig ist, desto kleiner die Differenz.

Ja. Für laufende Gespräche reicht sie; für Kreditentscheidungen ergänzen wir Planung und Abschluss.

Kontakt

Lassen Sie uns über Ihre Zahlen sprechen.

Erstgespräch kostenfrei. Antwort innerhalb eines Werktags. T +49 541 3502005.

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